..unseren U8 Trainer und Heimstätten-Quoten-Mann

Posted On 29 Jan 2018
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Seit rund einem Jahr werkt im Jahrgang 2010 Christopher Verlitsch. Unser gebürtiger „Heimstätten-Quoten-Mann“ aus Raaba-Grambach hat in seinem ersten Jahr schon viel bewegt….Zeit, ein wenig Bilanz zu ziehen und ihn zu interviewen….

1.) Chris, bitte beschreib uns Deinen Werdegang als ehemaliger Akademiespieler.

Meine gesamte Kindheit und Jugend verbrachte ich bei Sturm Graz. In der U14 war die große Selektion ob man es in das BNZ (heute AKA) schafft. Diese Selektion in das BNZ U15 überlebten damals nur 4 Kicker – der Kader wurde mit neuen Spielern aus der gesamten Steiermark aufgefüllt. Es war eine tolle Zeit, mit Trainern von denen man nur lernen konnte…aber auch sehr zeitintensiv. 2mal die Woche Vormittagstraining, 3-4mal die Woche Nachmittagstraining, am Wochenende ein Spiel irgendwo in Österreich und dazwischen noch Schule. Im BNZ U17 war ich dann größtenteils Reservist. Ich war immer ein sehr bequemer Kicker – irgendwann ist man dann nur mehr Ersatzspieler. Heute weiß ich: Nur mit der besten Einstellung, schafft man es in den Profibereich. Danach spielte ich 8 Jahre in Unter- und Gebietsligen.

2.) Wann hast Du Deine Fußballschuhe als Aktiver an den Nagel gehängt?

Vor ziemlich genau 6 Jahren, recht früh mit 25, fehlte mir das letzte Feuer. Dieses Feuer hat Franz Meierhofer mit seinem Trainerangebot an mich wieder entfacht.

3.) Nun bist Du erstmals Trainer. Im Winter des Vorjahres hast Du keine geringere Verantwortung als jene für unsere jüngste Mannschaft übernommen, war das eine schwierige Entscheidung, hattest Du Bedenken?

Nach dem ersten Gespräch mit Franz Meierhofer musste ich doch überlegen ob ich wieder in das aktive Fußballgeschäft einsteigen möchte, doch mich reizte diese Aufgabe zu sehr. Nach einem Jahr kann ich sagen, es war eine gute Entscheidung.

4.) Hat sich dann alles genauso abgespielt, wie Du es Dir vorgestellt hast?

Die ersten Trainings mit den Kids, noch dazu in der Halle, werde ich vermutlich nie vergessen. Ich habe die Kids aber recht schnell verstanden. Es sind Kinder, man muss ihnen Freiräume geben. Aber während der Übung und im Spiel ist das „kasperln“ einzustellen. Spielerisch sind wir mittlerweile recht konstant auf einem Niveau mit Fußballschule Raffl, dem GAK oder WAC…es fehlt uns noch die Konstanz und es gibt Ausreißer nach unten. Ganz starke Mannschaften wie zB Sturm Graz oder körperlich starke Slowenen oder Ungarn sind uns doch noch einige Schritte voraus, wohl aber auch durch das Alter bedingt, besteht der U8 Kader beinahe zur Gänze aus Kindern, die nach August geboren sind.

5.) Wo liegen grundsätzlich die besonderen Herausforderungen mit so jungen Mädchen und Buben zu arbeiten?

Es kann ständig etwas Unerwartetes passieren. Sich auf diese Umstände einzustellen und das Training innerhalb von Minuten umzuplanen ist wohl die größte Herausforderung – aber genau das macht den Reiz. Das Erlenen bzw besser gesagt, das Abrufen von Automatismen zB Beidbeinigkeit oder Kopfbälle funktioniert natürlich nicht wie bei Jugendlichen oder Erwachsenen. Wenn aber plötzlich bewusst Kopfballtore erzielt werden oder Schüsse auch mit dem schlechten Fuß, dann ist man sehr stolz auf die Kids.

 

Lesen Sie das gesamte große Interview von Chris Verlitsch im nächsten Newsletter Nr.27, zu bestellen unter Martin.wolf@jazgusued.at um einmalig jährlich Euro 20,–