…Gregor Pötscher

Posted On 25 Nov 2010
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Gregor Pötscher, ehemaliges GAK-Urgestein, Meister, Cupsieger, dann noch Trainer in den schwierigen Zeiten (2008 bis Jänner 2010), was machst Du derzeit in Sachen Fußball?
Meinem Freund Enrico Kulovits in Werndorf aushelfen, wenn er beruflich verhindert ist und wenn er mich im Trainingsablauf braucht. 1-2x pro Woche in Übelbach die U7.

Worin liegen die größten Unterschiede zwischen einer Fußballprofi- und einer Trainerprofikarriere?
Als Profi wird dir gesagt, was zu tun ist. Als Trainer bist du der, der sagt, was zu tun ist. Der Aufwand mit Spielbeobachtungen, Trainingsplanung, Spielanalysen ist nicht gering. Der Spieler hat als Aufwand das Training selbst und die Eigenverantwortung , zusätzlich seinen Körper in Topform zu bringen oder zu halten.

Wie stehst du heute zum GAK, was sagst du dazu, dass dort noch immer in regelmäßigen Abständen negative Schlagzeilen gemacht werden?
22 Jahre kann und will ich nicht wegleugnen, zumal man alle Höhen und Tiefen mitgemacht hat. Die Vorkommnisse in der vergangenen Zeit stimmen mich leider traurig , da meiner Meinung nach nicht der GAK im Vordergrund steht, sondern Aktionen, die mit Fußball und dem GAK nichts zu tun haben, und dadurch eine kontinuierliche Aufbauarbeit jeglicher Art be- und verhindern.

Interessiert dich als Trainer auch die Jugendarbeit, oder bist du doch ausschließlich an Kampfmannschaften interessiert?
Ich bin Trainer und will Trainer sein, egal welche Altersgruppe, aber es müssen die Rahmenbedingungen für beide Parteien passen.

Was hältst du generell von der österreichischen Nachwuchsarbeit, was gehört verbessert, was geändert?
Wie die internationalen Ergebnisse zeigen , sind wir schon ganz gut unterwegs. Zu verbessen gibt es immer etwas, wichtig ist, dass die Vereine von der Bundesliga bis zur letzten Klasse sich überlegen, ob nicht doch für diese Position, wo ich mich verstärken will, ein geeigneter junger Österreicher zu haben ist, am besten aus dem eigenen Nachwuchs.