..STEFAN STANGL- der sympathische Steirer von RED Bull auf Österreichrundfahrt im Interview

Posted On 14 Jan 2018
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Stefan STANGL ist am 20.Oktober 1991 in Wagna bei Leibnitz geboren. Seine Fußballkarriere startete nicht weit von dort im Jahr 1998 beim SV Lebring. Bereits mit 10 Jahren holte ihn der Sk Sturm in den Nachwuchs. Nachdem Stefan Stangl dort alle Altersklassen inkl.Akademie durchlief, gab er mit 19 Jahren sein Pflichspieldebüt im Sommer 2011 in der Championsleague-Qualifikation  für Sturm unter Franco Foda. Sein erstes Bundesliga-Spiel im September darauf bestritt er ausgerechnet gegen Austria Wien. Nach Stationen beim SV Grödig und Wr.Neustadt kam er 2014 zum SK Rapid Wien. Dort gelangen Stangl bei 41 Meisterschaftsspielen als linker Außenverteidiger auch 5 Tore. Im Sommer 2016 wechselte er zum FC RED BULL Salzburg, der ihn nun für die Frühjahrssaison an Austria Wien verliehen hat.

 

1.) Stefan, wie ist so ein Wechsel während der Winterpause? Worauf freust Du Dich, gibt es auch Dinge, die naturgemäß unangenehm sind?

Ich freu mich riesig auf meine neue Aufgabe bei der Austria. Natürlich will ich wieder zu alten Stärken zurückfinden und wieder Freude am Fußballspielen haben. Naturgemäß ist es immer wichtig ,dass man gut aufgenommen wird und sich sofort integriert. Das wurde mir Gott sei dank sehr leicht gemacht, da die Mannschaft charakterlich top ist.

2.) Bei Rapid warst Du ein sensationeller Senkrechtstarter, warum hat das beim FC Red Bull Salzburg nicht so geklappt?

Im Fußball gibt es immer ein Auf und Ab. Da gehört viele Faktoren dazu. Ich hab jetzt beide Seiten kennengelernt und ich glaub das macht jeder Fußballer mal durch und bringt uns auch einen Schritt weiter. Bei Red Bull war es von Anfang an ein komisches Verhältnis zum Trainer und somit war es für mich auch nicht so einfach in Salzburg anzukommen. Danach kam die ein oder andere Verletzung dazu, die mich aus der Bahn warf.

3.) Wenn´s mal nicht läuft dann läuft´s bekanntlich nicht. Nach längerer Verletzung hast Du im Herbst lange am Comeback gearbeitet, warst fit, wie geht es einem dann, wenn man beim Aufwärmen beim letzten Schuss sich erneut verletzt psychisch?

Das war meine erste Phase in meiner Karriere, in der ich mal länger verletzt war. Natürlich ist es dann nicht einfach damit umzugehen und man ist als Fußballer immer ungeduldig und will sofort wieder zurück auf den Platz. Vielleicht war das auch ein Mitgrund warum ich mir eine Folgeverletzung zugezogen habe. Im Leistungssport geht sehr viel vom Kopf aus und da war ich am Schluss nicht mehr ganz frei.

4.) Im österreichischen Fußball wird man schnell mal „gehasst“, vor allem wenn man einen sog. Traditionsklub mit fanatischen Fans wie Sturm oder  Rapid verlässt. Wie gehst Du damit um ?

Natürlich ist es bei mir ein ganz emotionales Verhältnis zu den Fans, weil ich schon sehr viel erlebt habe in meiner Karriere und bei allen Top-Klubs in Österreich spielen durfte. Man kann es leider nicht allen recht machen und ich als Fußballer muss schauen, dass ich in meiner aktiven Zeit als Fußballer das maximale raushole. Wie schon gesagt, da gibt es immer „Auf uns Abs“, richtige und falsche Entscheidungen. Deswegen kann ich mit der Situation und dem Hass sehr gut umgehen, denn es können auch nicht viele sagen, für alle vier Großklubs in Österreich gespielt zu haben.

5.) Du warst auch schon Nationalspieler, wie siehst Du die Chancen, dorthin zurückzukehren?

Wichtig ist jetzt einmal, dass ich verletzungsfrei bleibe und bei der Austria zu alten Stärken zurückkehre. Natürlich ist es mein großes Ziel wieder zurück ins Nationalteam zu kehren, denn es ist die größte Ehre, für sein eigenes Land spielen zu dürfen.